Posts Tagged ‘mrt’

zwischenbericht

6. Juni 2010

maxi ist diese woche verstorben. er war keine 2 wochen zu hause bei seiner familie. er fing nach einem krampfanfall nicht mehr an zu atmen. wie bei mir im dienst. seine mutter hat sofort mit der reanimation begonnen, leider erfolglos. das muss wirklich das schlimmste sein, was einer mutter passieren kann. das eigene kind reanimieren müssen und es dennoch verlieren. puh…

jan hingegen geht es bestens. er wurde tatsächlich gestern entlassen. also einen tag später als geplant, aber immerhin. ich habs ja bis zum schluss nicht geglaubt. aber er ist wirklich gegangen. mal sehn für wie lange. 😉 *aufholzklopf*

nina, die nach dem MRT ja etwas hinüber war, entwickelt sich besser als gedacht. die eltern haben sich nun doch mit der schulmedizin angefreundet (haben sogar einer genetischen untersuchung zugestimmt) und gewöhnen sich langsam an den gedanken ein besonderes kind zu haben. auch wenn die eltern sich bis jetzt noch standhaft weigern ihr kind selbst zu füttern oder auch nur im selben raum zu sein, wenn es gefüttert wird. sie sind stark traumatisiert von ninas verschluck-aktion. sie werden jetzt von unserer psychologin langsam an diese situation herangeführt. und wenn sie ihr kind dann komplett selbst versorgen, dann kann nina eigentlich auch nach hause gehn.

auch unseren anderen 0815-patienten (also frühchen mit trinkschwierigkeiten, apnoen und bradykardien) geht es halbwegs gut.

ist gerade recht ruhig bei uns.

nina’s MRT-cocktail

27. Mai 2010

seit etwa 3 wochen betreuen wir ein mädchen, das in der 39. schwangerschaftswoche geboren wurde. nennen wir sie nina. ninas mama war in der gesamten schwangerschaft nicht ein einziges mal beim gynäkologen oder sonst einem arzt. sie hält von der schulmedizin nichts. außerdem ist eine schwangerschaft ja keine krankheit, also warum sollte man da auch einen arzt aufsuchen.

als die geburt dann aber los ging bekam ninas mama offensichtlich doch etwas panik. wegen der schmerzen und so. deshalb wurde nina dann doch bei uns im haus geboren. mit PDA versteht sich.

da es nina gut ging wurde sie auf die neugeborenenstation, die zur wöchnerinnenstation dazu gehört, gebracht. etwas auffällig sah nina schon aus, ein bisschen nach syndrom-kind. aber naja, es sind eben nicht alle neugeborenen schön.

am 2. lebenstag verschluckte sich nina beim trinken an der brust so stark, dass sie bebeutelt und herzmassiert werden musste. danach gibts aber wieder halbwegs. da man aber eine aspiration vermutete wurde nina zur weiteren abklärung zu uns auf die station transferiert.

im rahmen der routinemäßigen untersuchungen wurde festgestellt, dass nina leider kein gesundes mädchen ist. sie hat fehlbildungen an den nieren und auffälligkeiten im gehirn.

soviel zur vorgeschichte. nun wurde gestern bei nina ein MRT des kopfes gemacht. diese untersuchung dauert schon so ihre zeit. und da man einem säugling schlecht erklären kann, dass er doch bitte mal ganz still halten soll um die bilder nicht zu verwackeln, sollte nina sediert werden. nur ganz wenig. damit sie eben ruhig schläft. die untersuchung war für eine bestimmte uhrzeit angesetzt. also wurde rechtzeitig, eine halbe stunde vor dem geplanten untersuchungsbeginn, etwas zum schlafen verabreicht.

10 minuten bevor sich die truppe auf den weg machen wollten kam jedoch ein anruf. die untersuchung verzögert sich um etwa zwei stunden. juhu. nina schlief bereits tief und fest. aber was solls.

2 stunden später war nina natürlich wieder putzmunter. ok, nochmal das gleiche medikament in gleicher dosierung. und auf gehts zum MR.

dort angekommen wird nina erstmal umgelagert und fertig gemacht für die untersuchung. leider ist sie noch immer etwas unruhig. es wird beschlossen nina noch etwas dormicum zu spritzen, damit sie auch wirklich ruhig ist. gesagt, getan. alles bestens. nina schläft ruhig und ist stabil.

einige zeit später ist sie wieder an der station. nina schläft noch immer. kein wunder bei dem cocktail.

aber dann legt nina los. nicht mit schreien oder so. neiiiin. sie schläft weiter tief und fest. aber sie hat jetzt eine apnoe nach der anderen. und ein paar bradykardien, so  zum drüberstreuen. ups, der cocktail war vielleicht doch zu viel.

nina wird vorübergehend intubiert und beatmet. in der nacht beginnt sie aber wieder fleißig mitzuatmen. also wurde der tubus heute morgen wieder entfernt.

und nina tut jetzt so, als wäre nichts gewesen. 🙂