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meine anfänge

1. Juni 2011

letztens hab ich mal wieder meine blogroll aufgeräumt. war ja schon längst wieder nötig. und ganz fertig bin ich glaub ich noch nicht damit. na jedenfalls, dabei hab ich auch mal wieder etwas in dem ein oder anderen blog geschmökert, den ich sonst nicht sooo regelmäßig lese (was sich jetzt aber auf grund der neuen blogroll auch wieder ändern wird).

unter anderem habe ich auch diesen artikel bei paul gelesen. er schreibt über seine anfänge im rettungsdienst (und auch über den ersten toten, den er je gesehen hat, aber dazu werd ich euch ein andermal was erzählen). das hat mich dazu gebracht, über meine anfänge nachzudenken.

meine ausbildung habe ich insgesamt in sehr guter erinnerung. klar gab es die ein oder andere station/schwester/situation die nicht so prickelnd war. aber alles in allem hat es mir immer viel spaß gemacht.

in den ersten wochen hatten wir „nur“ unterricht. wir haben hauptsächlich anatomie und die grundpflege gelernt, so viel ich mich erinnern kann. ich fand alles wahnsinnig spannend und interessant.

dann kam endlich der lang ersehnte erste praxisblock. ich war im kinderzimmer einer wochenbettstation eingeteilt. für den einstieg war das optimal. ich konnte säuglinge wickeln, füttern, baden, mütter anleiten und sogar beim anlegen assistieren. obwohl meine hilfestellung rückblickend betrachtet sicher nicht sehr hilfreich war. wie das mit dem stillen überhaupt funktioniert, hatte mir eine der kinderkrankenschwestern in etwa 10 minuten mal schnell erklärt. tja.

die arbeit mit den reifen, gesunden kindern war einfach schön. wer hat nicht gerne ein neugeborenes im arm? allerdings fand ich es nach etwa 2 wochen dann doch eher eintönig. an die kinder, die irgendwelche „schwierigkeiten“ (wie gelbsucht, zuckerprobleme oder ähnliches) hatten, haben sie mich nicht rangelassen. und wenn man wochenlang jeden tag 20mal wickelt und badet und füttert, dann wirds auch bald mal… langweilig.

mein zweiter praxiseinsatz war da schon viel spannender. es war eine allgemein internistische kinderstation. dort wurden hauptsächlich kinder mit durchfall- und atemwegserkrankungen behandelt. ab und zu hatten wir auch mal (für mich) außergewöhnlichere patienten, wie hyperventilierende jungendliche, kinder mit krampfanfällen oder säuglinge mit harnwegsinfekten.

die schwestern waren unheimlich nett. sie haben mir viel erklärt und alle meine fragen ausführlich beantwortet. sogar die ärzte haben sich gerne zeit genommen. es war ein traum. vor allem, weil es so viele neue dinge gab, die ich machen durfte. zwar alles nur unter aufsicht, aber das war mir egal. 😀

ich weiß noch genau, wie ich zum allerersten mal eine viggo gespült habe. oh mann. der gedanke, dass ich da jetzt direkt etwas in eine vene spritze (auch wenns nur NaCl 0,9% war), war für mich ein hammer. eigentlich doof, oder? aber für mich war es was besonderes. genauso, wie selbstständig aufnahmegespräche führen. noch dazu in meiner total professionell aussehenden dienstkleidung. mann, ich hab mich gefühlt wie die oberschwester persönlich. 😀

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