mal etwas zum ansehen

da die rufe nach bildmaterial immer lauter werden, hab ich mich mal im netz auf die suche nach reprotagen zum thema neonatologie gemacht. einfach wars nicht, denn oft gibt es da szenen, die ich euch nicht guten gewissens zeigen kann (also solche mit fürchterlichem handling mit den kleinen, oder fachlich falsch, oder sehr veraltet und so…).

aber schließlich hab ich doch noch was gefunden. eine reportage aus dem jahr 2010. da gibts zwar auch die ein oder andere sache, die ich nur ungern so unkommentiert im raum stehen lasse, aber naja. es kommt (meiner) realität auf jeden fall sehr nahe.

also, hier ist sie. eine reportage über die neonatologische intensivstation des AK altona in hamburg. ist zwar recht lange, aber es lohnt sich. trotz etwas langatmigeren mittelteils nicht vorzeitig aufgeben! gegen ende sieht man eine erstversorgung inkl. reanimation eines babys der 24. schwangerschaftswoche (mit sehr angespannten oberarzt).

 

 (ich weiß ja nicht obs an mir liegt, aber das ruckelt ganz schön. bitte über den youtube-link ansehen, da gehts einwandfrei!)

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18 Antworten to “mal etwas zum ansehen”

  1. loewenbaby Says:

    Danke für diese wirklich sehr interessante und schön anzusehende Doku, auch wenn sie nicht ganz erfassen läßt, was die Eltern durchmachen. (Aber das ist auch nicht das Thema. Hätte aber noch etwas mehr gezeigt, wie schwierig das Thema mit kranken oder sehr hilfsbedürftigen Kindern wirklich ist.)

    Sehr beeindruckt hat mich dieser Respekt gegenüber den Kindern und Bedürfnissen der Eltern und wie liebevoll man sich kümmerte. Also nicht nur kümmerte, sondern wirklich liebevoll umging. Wir hatten zwar kein Frühchen, aber wenn wir im Krankenhaus waren, lief das immer etwas anders ab. Mir fehlte da etwas das „Menschliche“, die Individualität. Man fühlte sich öfter einfach als „Nummer“. Ein Aufenthalt war aber wirklich so herausragend, das ich ob der schwierigen Situation sowas wie „Begeisterung“ verspürte.

    Viele Grüße

    die Löwenmama

  2. Baby Says:

    Danke für Deine tollen Beiträge hier. Ich finde es sehr wichtig, dass Du darüber schreibst oder Videos vorstellst. Nur so wird vielleicht vielen Menschen bewusst, wie schwer es andere Menschen haben können. Danke
    Einen tollen Beitrag zum Thema habe ich auch hier danke google gefunden:
    http://www.stillgruppen.de/fruehgeburt_fruehchen.html

  3. Frau Fidibimm Says:

    Liebe Neonatalie,
    ich habe auch zu deinem Blog gefunden. Es ist sehr beeindruckend, was du schreibst.
    Viele liebe Grüße

  4. clarissa Says:

    Ich fands krass, dass eine Schwester drei Kinder betreut hat. Ist das nicht ein bisschen viel?
    Aber insgesamt war es echt interessant.

  5. cara Says:

    Ich fand die Doku sehr spannend, sehr berührend, an wenigen Stellen war ich aber auch ein wenig erschrocken.

    „Der Zucker geht bei dem Kleinen immer mal rauf und runter, das ist bei Frühchen nichts ganz Ungewöhnliches, und zu tief darf er nicht fallen, sonst ist das Hirn unterversorgt…“
    Das (in ähnlichen Worten) erklärt die Kinderkrankenschwester mal eben so beiläufig bei der Versorgung – mich als Mutter hätte diese Art und Weise völlig verunsichert.
    Oder der apidare Kommentar zur Blutabnahme gegenüber der offensichtlich verunsicherten Mutter: „Muss eben sein…“, keine weiteren Erklärungen, keine „Mut machenden“ Worte.

    Und der Oberarzt antwortet auf die Frage nach den Folgen der Hirnblutung ausweichend und völlig ohne Bezug zur Frage, dass das eine Komplikation ohne irgendein Verschulden sei und man damit leben müsse. Wäre es nicht besser gewesen, er hätte einfach nur gesagt: „So etwas hat in den meisten Fällen Folgen für das Kind, wir können aber noch nicht abschätzen, welche?“

    Ich würde mir wünschen, dass das vielleicht die Dinge sind, die du ein wenig anders gemacht hättest…

    • cara Says:

      Ich kaufe noch nachträglich ein *l* (lapidare)…

    • neonatalie Says:

      ja, diese szenen gehören auch dazu.

    • Wolfram Says:

      Zum Oberarzt: Nein. Es ist unheimlich wichtig für die Eltern, daß sie wissen, daß an der Hirnblutung keiner „schuld ist“, und vor allem sie nicht. Siehe der vorangehende Eintrag „Carolin“… wo denn auch prompt ein Commentar kam „also ICH hab ja bei meinen Kindern ständig geprüft, ob die noch atmen“ – auch während des Schlafs? Arme Kinder, arme hysterische Mama, die drei Monate lang nicht geschlafen hat, armer Papa nebenbei auch.
      Natürlich hätte er auch sagen können, „ob das Folgen hat, können wir jetzt nicht abschätzen“, aber das war nach meiner seelsorgerlichen Erfahrung nicht die wirkliche Frage der Eltern. Hinter solchen technischen Fragen verstecken sich allermeist existentielle Fragen wie die nach der Schuld und die nach „wie können wir jetzt damit leben?“, wozu die Schuldfrage allerdings zentral auch gehört.

  6. Ursel Says:

    Danke für den tollen Link!
    (Bei mir leif es mit einem kleinen Trick absolut ruckelfrei: Film starten, wenns das erste mal hakt (oder auch früher) auf Pause drücken, nach ca 15 Minuten kann man dann den ganzen Film störungsfrei weitergucken.)

    Bei dieser Reportage musste ich an eine andere in einer Zeitschrift denken. Ist schon lange, lange her. Es war wohl in den Anfängen, als man die Eltern zu den Frühgeborenen ließ. Die Reporterin hat einen wunderbaren bericht über den „Alltag“ auf eine Frühgeborenenstation geschrieben. Der letzte Satz war dann: Wer weiß, wenn es vor einigen Jahren schon so gewesen wäre – vllt würde mein Kind noch leben ….

  7. kati Says:

    Relativ am Anfang ist ne Szene, wo eine Milchspritze so wie es aussieht ohne Kappe auf dem Bett abgelegt wurde – sowas sieht für mich nicht nach sterilen Bedingungen aus. Vielleicht meint neonatalie sowas?
    Ansonsten danke für den link!!!

    • neonatalie Says:

      nö, das is schon ok. die spritze ist ja mit milch gefüllt und diese wird sondiert. deshalb muss die spritze nicht steril sein (ist die milch ja auch nicht). sauber reicht völlig.

      ich meine eher so szenen wie da, wo die schwester das kind nach dem känguruhen in den inku zurück legt. da ist der mutter aufgefallen, dass ihr kind „schnieft“, sie fragt warum es das tut und die schwester antwortet ihr nicht, ignoriert die frage.
      oder eben auch die erstversorgung des babys am ende. der arzt ist viel zu „unruhig“. ich mein, dass ein kind in der 24. woche nicht ausreichend atmen kann und intubiert werden muss, damit muss man einfach rechnen. offensichtlich war er (gedanklich) nicht darauf eingestellt und verfällt dann in stress. auch, dass die schwester die notfallmedikamente erst aufzieht, als der arzt danach verlangt ist… blöd irgendwie. das kann man vorher auch machen (bevor das kind kommt). denn bei so kleinen frühchen muss man auf alles vorbereitet sein. also bei uns ist das zumindest so.
      oder, dass das kind bei der erstversorgung ganz am anfang des films nicht sofort eingekuschelt wird, sondern ohne irgendeiner begrenzung völlig verloren da liegt. no go.
      oder, dass die kinder offensichtlich vom erstversorgungsraum an die station GETRAGEN werden. das geht auch nicht. ich mein, was ist, wenn man da stolpert? das überlebt ein frühchen nicht.
      und das arztgespräch ist auch nicht optimal. der arzt versteht offensichtlich nicht, auf was die eltern hinaus wollen, hab ich das gefühl.

      aber naja. nirgendwo läufts 100% optimal. auch bei uns nicht.

  8. Knoetchen Says:

    Super Reportage! Unser Klinikum Altona, hachja…

  9. Emmi Says:

    Tausend Dank!! Ich bin auf diesem Gebiet absoluter Laie (hab beruflich zwar auch mit Kindern zu tun, die sind aber in der Regel alle quietschfiedel -> Erzieherin 😉 ), aber sehr interessiert.
    Ich mag deinen Blog sehr und freue mich über das Video, da kann man Dinge besser nachvollziehen.

    Weiter so 🙂

  10. Rosa Says:

    Zitat: da gibts zwar auch die ein oder andere sache, die ich nur ungern so unkommentiert im raum stehen lasse, aber naja. /Ende

    Mich würde mal interessieren, was du an der Reportage nicht so gut findest.

    Sonst kann ich dieses Problem gut nachvollziehen. Wenn ich anderen Leuten irgendwelche Reportagen oder Zeitungsartikel empfehlen soll, weil sie gerne etwas mehr über meine Behinderung erfahren würden, dann tue ich mir unglaublich schwer damit, weil überall kleine Fehler zu finden sind.

    Liebe Grüße

  11. Andrea Says:

    Vielen Dank für das Video! Ich hab da auch noch etwas vom 6.11.:
    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8683040

  12. Hajo Says:

    all denen, die nach einer komplikationsarmen Schwangerschaft ihren gesunden Nachwuchs im Arm halten und trotzdem noch eine gewisse Unzufriedenheit fühlen, sei diese Reportage empfohlen
    liebe Grüsse
    Hajo

  13. Karin Says:

    Vielen, vielen lieben Dank für diese tolle Reportage!!! Ich lese Deinen Blog zwar erst seit ca nem halben Jahr, bin aber schon absolut süchtig danach!!! Da ich meine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester damals auch auf Frühchen/Intensiv begonnen habe hat sich das bei mir einfach total eingebrannt!!! Hätte ich die Ausbildung nicht abbrechen müssen (Desinfektionsmittel-Allergie) wäre diese Station auch heute noch mein absoluter Favorit!! Liebe Grüße und nochmals vielen Dank für Deine tollen Beiträge!!!

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