mythos saugverwirrung

es folgt nun meine ganz persönliche meinung. mir ist durchaus klar, dass es auch menschen gibt, die das alles ganz anders sehen als ich. aber in den fast 10 jahren (oh mann, ich werde alt!), in denen ich nun mit säuglingen arbeite, habe ich eben so meine erfahrungen gemacht.

also, für mich gibt es diese saugverwirrung nicht. ich halte es für schwachsinn. warum? habt ihr schonmal ein kind gesehen, dem man zum ersten mal einen löffel in die hand drückt und das sofort damit umgehen kann und seinen brei löffelt? nein? ich auch nicht. warum erwartet man dann, dass ein baby, das die flasche gewöhnt ist, von jetzt auf gleich auf die brust umgestellt werden kann?

übrigens ist es auch umgekehrt so. ein kind, das wochenlang nur gestillt wird, braucht zeit sich an die flasche zu gewöhnen. das hat aber nix mit verwirrung zu tun. sondern schlicht mit gewohnheit. gewohnheiten kann man ändern, es braucht nur eben etwas zeit und geduld dafür.

ein beliebtes argument: bei der flasche muss das kind ja kaum saugen, die milch läuft ihm quasi von selbst in den mund und es muss nur mehr schlucken. also, wenn das wirklich so ist, dann hat man eindeutig den falschen sauger für das kind ausgewählt. dann ist das loch zu groß. es stimmt natürlich, dass man dem kind das saugen an der flasche erleichtern KANN, wenn man das möchte (eben mit nem größeren loch). aber man muss nicht.

ein ganz großer „risikofaktor“ ist ja auch der schnuller. von manchen hebammen und stillberaterInnen wird empfohlen, den schnuller bei stillkindern zumindest in den ersten 4-6 wochen wegzulassen, weil kinder in dieser ersten phase besonders empfindlich sind und es leicht zur saugverwirrung kommen kann.

tja, also ich kann nur sagen, unsere frühchen bekommen alle von anfang an einen schnuller angeboten, weil auch non-nutritives saugen die saugmuskulatur trainiert. und trotzdem gibt es bei uns keine saugverwirrung. schon die allerkleinsten wissen ganz genau, wann sie den schuller oder etwas, wo essen rauskommt im mund haben. die sind ja nicht doof.

also zusammenfassend: unsere kinder werden von der magensonde primär an die flasche gewöhnt. manche nebenbei aber auch von anfang an zusätzlich gestillt. mit der zeit wird schleichend von der flasche zur brust übergegangen, das passiert oft dann schon zu hause. schnuller bekommen sie alle. und trotzdem habe ich noch NIE ein kind mit „saugverwirrung“ gesehen. komisch, oder?

so, liebe saugverwirrungsfreunde, es darf mit steinen geworfen werden. los gehts. 😉

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30 Antworten to “mythos saugverwirrung”

  1. Dudu Says:

    So einen verdammten Schwachsinn hab ich noch nie gelesen.

  2. Karin Says:

    Was für ein Schwachsinn sind Sie ausgebildete Stillberaterin!

  3. Sabrina Klame Says:

    Danke für diese Meinung. Ich hab jetzt ein weniger schlechtes Gewissen wenn ich meinem Sohn die Muttermilch mit der Flasche gebe.

  4. knopfwelten Says:

    Ich werfe nicht, ich sage DANKE.
    Denn ich bin auch so eine „Rabenmutter“, deren beide Kinder jeweils an Tag 1 bzw 2 noch im KH den Schnuller bekamen (keine Frühchen). Sie hatten einfach extremes Saugbedürfnis, das weder Brustwarze noch kleiner Finger 24/7 mitmachen wollten und konnten.
    Verwirrt war hier nie jemand. Stillen klappte immer prima.

  5. ameise Says:

    Man sollte vorsichtig sein, Begrifflichkeiten genau einschätzen zu können oder Pauschalurteile zu fällen.
    Fakt ist: jedes Kind ist anders und was für einige diagnostiziert ist, muss für andere nicht gelten. Fakt ist auch, dass jeder unter Saugverwirrung etwas anderes versteht. Wörtlich genommen geht es ums Saugen (egal ob Brust oder Flasche) und um Verwirrung (also dass das Kind es nicht oder nicht mehr beherrscht). Verschiedenste Fallbeispiele lassen sich daraus massenweise erzeugen, und jeder Fall bleibt trotz den gleichen Begriffs einzigartig.

    Unsere Kleine ist z.B. gerade mal 8 Tage auf der Welt und hat von Beginn an keinen passenden Saugreflex an der Brust gezeigt, sodass sie wegen Gewichtsverlust zugefüttert werden musste (was mit der Flasche auf Anhieb problemlos klappte). Nun versuchen wir sie mühsam an das Stillen an der Brust zu gewöhnen.
    Für mich ist das eine Saugverwirrung, denn der den Babys nachgesagte Saugreflex an der Brust gleich nach der Geburt trat eben bei ihr so nicht in Erscheinung.

  6. farmergirl007 Says:

    Also neonatalie, daß mit den Steinen hält sich hier ja gut im Rahmen, danke nochmal für diesen guten Artikel.
    Farmergirl

  7. Knoetchen Says:

    Hmm.. ich hatte auch ein saugverwirrtes Kind – hat meine Hebamme gesagt. Weil das arme Wurm zugefüttert wurde.

    Ich sage, meine Maus war nicht saugverwirrt. Sie hat nämlich schon zu wenig getrunken, bevor sie zugefüttert wurde. Ich denke vielmehr, sie hatte die richtige Technik einfach noch nicht drauf. Oder ich war zu unentspannt.

  8. fraurage Says:

    interessantes thema. ich hab letztens irgendwo gepostet, dass ich diese saugverwirrung für eine art Zivilisationskrankheit halte. also, man hat mal davon gehört, und dann macht man sich wahnsinnig viel Gedanken zum Thema und wenn dann etwas nicht klappt, wie es sollte, dann ist die Verwirrung komplett. Muttern verkrampft sich, kind verkrampft sich auch, es geht gar nix mehr. das nennt sich dann saugverwirrung, dabei weiss nur keiner mehr, wie man sich lockert 🙂 egal. ich habe drei Kinder und die nehmen/nahmen, was sie kriegen konnten, die waren nie verwirrt. Hauptsache es kam was, wenn der Hunger da war. 🙂

  9. dorothyliteDoreen Says:

    Ich glaube auch nicht an die Saugverwirrung, wobei ich aber sagen muss, dass ich auch nur mein eigenes Kind kenne. Die hat immer alles genommen und war nie irgendwie verwirrt, egal ob Brust, verschiedene Sorten von Flaschen oder Schnuller… hauptsache man kann dran rumnuckeln. 😀

  10. Nina Says:

    ich denke, du benutzt den begriff „saugverwirrung“ in einem anderen kontext.
    hast du hannah lothrop’s „stillbuch“ gelesen ??
    die frau wusste wirklich, wovon sie schreibt und SIE kennt die saugverwirrung.
    ich kenne es auch eher so, wie es wiki beschreibt:

    „Die Ursache für eine Saugverwirrung liegt meist darin, dass einem Säugling, der gestillt werden soll, mit der Flasche zugefüttert wird. Das Stillen erfordert eine für den Säugling anstrengende, differenzierte Handlungsfolge aus Kauen, Saugen und Schlucken. An der Brust muss das Kind harte Arbeit, in Form einer bestimmten Zungen- und Mundkonfiguration mit speziellem Saugmuster, leisten, um an die Milch zu gelangen. Um Brustwarze und Warzenhof aufnehmen und modellieren zu können, muss der Säugling den Mund weit öffnen, damit er richtig trinken kann. Zusätzlich „kaut“ er mit den Zahnleisten, um den Milchfluss anzuregen. Im Gegensatz dazu wird bei der Flaschenfütterung dem Baby durch die Schwerkraft ein Großteil der Arbeit abgenommen. Zudem wird der Sauger in den Mund gesteckt, nicht wie die Brustwarze der Mutter vom Kind selbst hinein gesogen, um ein Vakuum zu erzeugen. Weiter muss das Baby an der Flasche seinen Mund auch nicht soweit öffnen, da kein Bedarf besteht, einen Unterdruck aufzubauen. Der Flaschensauger reicht meist bis an den Gaumen heran. Hier befindet sich der „Saugreflexpunkt“. Da die Milch automatisch aus der Flasche fließt, wird der Saugreflex überflüssig, das Kind „verlernt“ ihn, anstatt ihn zu verstärken.“

    es ist problematisch, einen vollgestillen kind zwischendurch die flasche anzubieten, weil das defintiv ein anderer rhytmus, eine andere bewegung, weniger anstregung ist.
    es geht bei der SV m.e. nicht ums umstellen flasche/brust oder brust/flasche, sondern ein SV kann bei vollgestillten babys auftreten, die nach der falschenfütterung die brust verweigern, weil sie da arbeiten müssen.

    • Cara Says:

      Ich drehe die Logik mal um: Aus unserer für den Notfall angeschafften Flasche lief die Milch nicht von selbst. Aus meiner Brust dagegen schon; mein Kind ertrank anfangs regelrecht darin. Vielleicht war das der Grund, warum es danach die Flasche verweigerte? Aber das würde niemand „Saugverwirrung“ nennen. Denn das Problem ist doch: Das Wort ist zur Waffe der Stillverfechterinnen im ideologischen Kampf um die Deutungshoheit des Themas Stillen geworden.

      Und dieser ideologischen Zwickmühle kann man, wenn man den Anspruch auf eine allgemeine Wahrheit erhebt, nur mit sorgfältig erhobenen wissenschaftlichen Daten begegnen, nicht mit Erfahrungswerten, denn letztere sind zwangsläufig immer begrenzt und durch persönliche Erfahrungen beeinflusst.

      Oder man glaubt weiter an „seine“ Wahrheit. Das ist ja auch kein Problem, das darf Hannah Lothrop ebenso wie neonatalie oder auch ich selbst (wobei ich bei diesem Thema immer noch gar nicht so recht weiß, was ich nun glauben soll). Man darf dann nur nicht seine Meinung als allgemeingültig und einzig wahr darstellen.

    • neonatalie Says:

      es stimmt natürlich, dass die saugtechnik an der brust eine andere ist, als die an der flasche. aber ich finde eben, dass man es nicht als „verwirrung“ bezeichnen kann, wenn ein kind zeit braucht, sich auf beides einzustellen bzw. zu gewöhnen. deshalb auch das beispiel mit dem brei-löffeln. sowas braucht eben zeit, und das is ja nix schlimmes.

      was ich an diesem wiki-artikel auch nicht mag ist dieser satz mit „da die milch automatisch aus der flasche fließt…“. wie gesagt, wenn das so ist, dann verwendet man einfach den falschen sauger.

      letztlich ist es egal, ob man ein kind umgewöhnen oder nur zwischendurch mal zufüttern will. es ging mir nur um den wechsel zwischen brust um flasche.

      oh und cara, good posting 🙂

  11. jene Says:

    Mein Sohn wollte partout keinen Schnuller, aber ich finde Schnullernuckeln denn doch praktischer als Daumenlutschen: Zum Abgewöhnen kann man den Schnuller im Zweifel weglegen, der Daumen ist immer da.

  12. Blogolade Says:

    cassa: der Witz ist, den Schnuller nicht bis zum Anschlag reinzuschieben, sondern nur die Spitze anzubieten und warten, bis sie ihn selbst reinsaugen. Nach ein paar Tagen haben sie ihn ganz angenommen 😉

    Zum Thema Saugverwirrung: Dank unterschiedlicher Brustwarzen hatte mein Sohn tatsächlich ein Problem damit, von der einen Brust auf die andere zu wechseln. Der Schnuller den wir kurze Zeit später einführten war aber kein Problem.

  13. Kirsten Says:

    Hm, vieleicht sagen manche einfach Saugverwirrung zu dem was Du als Zeit für die Umgewöhnung von Flasche auf Brust bezeichnest?

    Denn da die Brustwarze nicht unbegrenzt strapazierfähig ist, kann so eine mehrwöchige Umgewöhnung mit vielleicht „komischer“, also flaschengemäßer, Benutzung der Zunge zu einem Abbruch des ganzen Umgewöhnungsversuchs führen – und dann lag es für die Mutter nun mal doch an der Flasche, egal ob sich das Baby schon noch irgendwann in der Zukunft umgewöhnt hätte.

    Wobei nie-Flasche-geben natürlich auch kein Gewähr dafür ist, dass Stillen sofort super klappt, auch Babys sind da nicht alle Naturtalente.

    Es ist halt alles nicht so einfach und eindeutig, wie mancher das gern hätte. Gut, dass Du das so schreibst.

  14. Virginia Says:

    Hmm, ich dachte immer, Saugverwirrung würde sich darauf beziehen, wenn Babys dauerhaft zwischen Brust und Flasche wechseln sollen (Z.B. weil zugefüttert wird oder der Vater die Flasche geben soll, wenn die Mutter arbeitet) und daraufhin dann das eine oder das andere verweigern?
    Und nicht die Phase der Umgewöhnung bezeichnen?

  15. Cerise Says:

    Aber Natalie, wie kannst du nur! Die ganzen Leute die jaaaaahrelang geforscht haben, denen kannst du doch jetzt nicht einfach sagen: Tja Leute, is nicht, gibts nicht.
    Ganz zu schweigen von all den tollen Müttern, die schwören das ihr Kind saugverwirrt ist! Das muss ja auch saugverwirrt sein, denn das trinkt nicht so wie im Bilderbuch. Kann nur die bööööse Saugverwirrung sein!
    Und Studien sind ja auch so wahnsinnig viel besser als Leute, die seit Jahren täglich mit vielen Babys arbeiten. Ja.
    *kicher* Okay, okay, Ironie aus.

    Besonders das Flaschenargument mit dem „nicht saugen müssen“ find ich immer witzig, denn als bei mir die Milch einschoß tropfte ich schlimmer als jeder Flaschensauger. (Und ich bin mir sicher das kennt jede Mutter die Milch hat)
    Stillen konnte ich trotzdem nicht, Kind war so begeistert das es das Schlucken vergessen hat… Je weniger Kontakt, desto eher trank er wirklich, also blieb nur abpumpen und Flasche geben.

    Natalie, falls Steine kommen (der Kommentar von Name zählt nicht) dann denk immer dran: Es gibt auch noch Leute die glauben schon Säuglinge werden verwöhnt und viel schreien sei gut für die Lungen.
    Da sind mir die Saugverwirrungsleute echt sympatischer. 😉

    @ cassa: Meiner hat auch keinen Schnuller genommen. Ich hab aber auch nicht x Modelle probiert, sondern mich gefreut. Wenn er keinen will gibts später auch keinen Stress mit „abgewöhnen“.
    Ich seh das bei meiner Nichte, 3 Jahre, ohne Schnuller geht garnix und ihre Zähne… *seufz* Schräge Ruinen. Weil Breiflasche gibts ja auch noch jeden Abend mit ins Bett.

    • cassa Says:

      Ich hab mich dann letztlich auch gefreut, dass ich weder ein Daumenlutsch- noch ein Schnullerproblem hatte ;o)

      Aber als Erstlingsmama wird man ja echt fast erschlagen, wenn man sagt, das Kind hat keinen Schnuller weil will nicht…

      Wie so viele Sachen, die man als Erstlingsmama als gut gemeinte Rat-Schläge und unterschwellige Anweisungen reingedrückt bekommt und dann ganz unsicher wird, weil man hat ja keine Ahnung, und die anderen wissen ja schon wie`s geht, also werden sie so Unrecht nicht haben *seufz*

      • cara Says:

        Ich habe hier auch weder ein Schnuller-noch ein Daumenlutschproblem, aber dafür ein Stofftier-Saug-Problem… so oft kann ich das Lieblingstier gar nicht waschen, dass dieser fürchterliche Geruch da wieder rausgeht. Vom Protest des Kindes mal abgesehen. Manchmal denke ich, dann lieber Schnuller *seufz*

  16. cara Says:

    Das Folgende ist ein Link auf eine Seite, auf der über evidenzbasierte Medizin berichtet wird; sie hängt mit dem IQWiG zusammen. Eine bessere Studienlage gibt es also derzeit nicht als die dort vorgestellte:

    http://www.gesundheitsinformation.de/fruehgeburten-hat-der-verzicht-auf-flaschenfuetterung-einen-einfluss.639.de.html

    Quintessenz des gelinkten Artikels ist, dass die Flaschenfütterung Frühgeborener nach aktueller Studienlage keine nachweisbaren Nachteile für das spätere Stillen gegenüber der Becherfütterung bringt – Schnuller übrigens auch nicht.

    Es steht nichts direkt zur Saugverwirrung drin, aber man könnte schließen, dass das Problem jedenfalls nicht gravierend sein kann – sonst müssten die mit dem Becher gefütterten Babies, die dann ja keine Saugverwirrung haben können, sich mit dem Stillen langfristig leichter tun.

    Da finde ich deine Gewohnheits-Erklärung doch eigentlich sehr überzeugend.

  17. Sakasiru Says:

    @ justme: Wikipedia liefert „nipple confusion“ 🙂

  18. Cris Says:

    Danke für den Beitrag, ich sehe es genauso. Wie sollte mein Baby auch plötzlich von Brust auf Flasche wechseln wenn er das noch nie gemacht hat? Übung

    Auch hier: keine Saueverwirrten gestillten Kinder, aber wohl Schnullerverweigerer. Jetzt mit fast 6 Monaten findet unser Baby den Schnuller nicht ganz doof, aber richtig gut auch nicht.

  19. splanchikus Says:

    Neonatalie ich stelle mich vor dich, wenn die Steine fliegen. und zu deinem Beitrag zur Saugverwirrung kann ich aus meiner auch 10-jährigen Erfahrung nur sagen : JAWOHLJA und ganz herzlichen dank für deinen erfrischenden Beitrag.

  20. Hajo Says:

    @ cassa: Natalie schreibt lediglich, dass die Kleinen den Schnuller ANGEBOTEN bekommen, das lässt offen, ob sie ihn auch annehmen oder zum Schnullerverweigerer werden
    .. oder hab‘ ich da was falsch verstanden?

    • neonatalie Says:

      ja, so hab ich es geschrieben. aber ehrlich gesagt, ein kind, dass den schnuller so überhaupt gar nicht nimmt bzw sich dagegen wehrt, das haben wir sehr sehr selten.
      vielleicht liegt es daran, dass wir die kleinen wirklich vom ersten tag an daran gewöhnen (ja, auch der schnulli ist eine gewohnheitssache).
      die kleinen bekommen ihn beim sondieren (um das saugen mit dem „sattwerden“ zu verbinden).
      es gibt „größere“ (meist reife) patienten, die ihn im prinzip nicht brauchen (und deshalb auch nur sehr selten bekommen – bei blutabnahmen zum beispiel).
      hängt letztlich auch vom individuellen saugbedürfnis ab. manche kinder brauchen das mehr (sind meist auch „dauernuckler“ an der brust von schnullerverweigerinnen), andere weniger.

  21. Anne Says:

    @ Name: es ist in Wahrheit ein bisschen anders – wenn hier schon etwas irrelevant sein sollte, dann ist es Deine und meine Meinung, aber ganz sicher nicht die von Neonatalie, da es ja ihr Blog ist und nicht eine wissenschaftliche Abhandlung, die Anspruch auf „ich habe Recht und die ganze Wahrheit der Welt gefressen“ erheben würde. Also mal langsam mit den Forderungen, was hier angesagt sein soll.

    @ Neonatalie: ich hab zwar noch keine Kinder und demnach auch keine praktischen Saugverwirrungserfahrungen, aber ich finde es schön, auch bei diesem „heiklen“ Thema jemanden vom Fach zu finden, der keine extremistische Meinung in die eine oder andere Richtung hat, sondern einfach mal von der Praxis ausgeht :-). Und überhaupt möchte ich mal „vielen Dank“ sagen, ich lese regelmäßig bei Dir mit und freue mich immer, wenn ein neuer Eintrag auftaucht :-).
    Anne

  22. justme Says:

    @ Name: ich bin keine Kinderkrankenschwester, kenne aber EBN. Leider kenne ich keine englische Bezeichnung für Saugverwirrung, sonst hätte ich direkt mal nach Studien gesucht – auf DIMDI gibt es zumindest keine deutschen Studien dazu…und auf Pubmed wird es ohne entsprechenden Begriff auch schwierig – also scheint es aus MEINER Sicht KEINE evidenzbasierten Studien zu dem Thema zu geben…oder ich bin zu blöd welche zu finden…
    Und ich denke man darf auch in der Pflege eine eigene Meinung haben – heißt ja nicht, dass man nicht trotzdem nach state of the art pflegt, oder? Und Neonatalie hat ja sehr eindeutig darauf hingewiesen, dass es ihre eigene Meinung ist….

  23. Name Says:

    Schon mal was von evidence based nursing gehört Kollege?
    Dekubitis wurden früher auch von Kollegen vereist, weil sie das aufgrund ihrer mehrjährigen Erfahrung für richtig hielten.
    Wissenschaft ist hier angesagt!

    Meine „Meinung“ zur Saugverwirrung ist hier ebenso irrelevant, wie deine. Viel interessanter wären diverse Studien zum Thema.

  24. cassa Says:

    Interessant! Da du auf 10 Jahre Erfahrung zurückgreifeb kannst und schreibst, eure Kinder bekommen alle einen Schnuller: Gabs da noch nie welche, die den Schnuller konsequent verweigert haben? Meine Kinder haben dies getan. Z.T. habe ich 10 verschiedene Modelle ausprobiert, aber keines wurde akzeptiert. Meine Kinder waren mit Brust bzw. Flasche (hatte je ein „reinrassiges“ Exemplar ;o) zufrieden, haben auch nie Daumen oder andere Gegenstände „angeschnullert“… Bzw. zur Beruhigung mussten dann andere Methoden, insbesondere Tragen/Schmusen eingesetzt werden. Aber Scnuller? Pfui bäh, nee…. Also, gabs solche Kinder bei dir auch?

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