amme gefällig?

gespräch zwischen einer frühchenmama, deren tochter (35+4 ssw) wir soeben direkt aus dem kreißsaal (wegen respiratorischer anpassungsstörung) aufgenommen haben, und mir.  

ich: „haben sie vor ihre tochter zu stillen?“

mama: „ja, auf jeden fall.“

ich: „super, dann machen wir es so, dass sie ihre tochter einfach jedes mal anlegen, wenn sie munter und hungrig ist und sie an der station sind. da sie ja noch im haus aufgenommen sind, können wir sie auch gerne anrufen, wenn töchterchen gestillt werden möchte.“

mama: *besorgt* „ja, aber ich habe ja noch gar keine milch! was ist denn, wenn sie trotz stillen noch hunger hat?“

ich: „keine sorge, in den ersten tagen brauchen babys noch nicht viel milch. *blablabla* milcheinschuss *blablabla* keine sorge und so weiter. falls töchterchen wirklich noch hunger haben sollte, können wir ihr auch mit der flasche etwas nachfüttern. und wenn sie nicht da sind, dann würden wir ihre tochter auch mit der flasche füttern.“

mama: „ja aber ich habe gelesen, dass kinder, die am anfang mit der flasche gefüttert werden, die brust dann nicht mehr nehmen!“

ich: halte einen kurzen vortrag über saugverwirrung, „… aber wenn sie rund um die uhr zum stillen kommen möchten, dann können sie auch mit einem brusternährungsset zufüttern, dann brauchen wir keine flasche. das ist aber sicher recht anstrengend für sie, besonders in den ersten nächten.“

mama: „hm… können sie sie denn nicht auch mit diesem brust-dings füttern?“

offensichtlich hat sie noch nie was von einem brusternährungsset gehört. denn sonst wüsste sie, dass dieses ding so funktioniert:

ich musste leider ablehnen. um amme zu spielen verdiene ich dann doch zu wenig. 😉

wir konnten uns übrigens auf fingerfeeding in der nacht einigen. ja, auch sowas machen wir. wenns denn unbedingt sein muss.

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8 Antworten to “amme gefällig?”

  1. Pascal Says:

    😀 auch nicht schlecht! Grandioses Bild noch dazu! Cooler Blog!

  2. Mr. Gaunt Says:

    Sie hatte sich wohl gedacht, dass es vielleicht eine Art Ersatzbrust ist, die man sich vor den Körper schnallen kann und kein System, wo die echte Brust mit dabei ist.

  3. greenkaeppchen Says:

    Ich hau mich weg. Ich arbeite selbst auf einer Entbindungstation und stell mir diese Situation gerade vor 🙂
    Nachtdienst: Die Mamas klingeln, weil das Kind schreit, man holt die Kleinen ab. Legt sich das Brusternährungsset um und los gehts (-;

  4. Jane Doe Says:

    äh ok, ich werd aus der zeichnung nicht schlau, magst du mir das brusternährungsdings mal erklären? :_)

    • neonatalie Says:

      na klar! also das was da in der mitte hängt ist ein plastikgefäß, in dem ist die milch drin. von dort aus führen zwei dünne, weiche schläuche weg, die mit klebestreifen so auf der brust fixiert werden, dass die spitze auf der brustwarze liegt. saugt das baby jetzt an der brust, dann saugt es nebenbei auch an diesem dünnen schlauch mit. es bekommt also mit der gleichen „arbeit“ eine größere menge milch raus.

      dieses system verwenden mütter, die nicht genug mich haben, oder deren kinder zu schwach sind um ausreichend milch von der brust zu trinken, wenn sie nicht mit der flasche zufüttern möchten (aus angst vor einer saugverwirrung).

      es gibt auch berichte von fällen, in denen mütter, die einen säugling adoptiert haben, ihr adoptivkind so zum stillkind machen konnten. denn theoretisch könnten wir frauen ja alle jederzeit stillen, auch wenn wir selbst noch nie schwanger waren. wenn wir die richtigen hormone ausschütten würden, die die milchproduktion anregen. durch das saugen an der brust wird die produktion dieser hormone angeregt. das dauert natürlich seine zeit, aber es ist möglich.

  5. Mela Says:

    Na hätte mir mal jemand so ein Dingens gezeigt als die Zwillingsmäuse frisch auf der Welt waren! Damit hätte ich mir das Zufüttern mit der Spritze erspart und wäre nachts bei einem 2-Stunden-Still-Zufütter-Wickel-Rhythmus vielleicht auch mal zu mehr als 20 Minute Schlaf am Stück gekommen

  6. Maufeline Says:

    Ich lach mich kringelig- das ist ja irgendwie schon echt süß 🙂
    Ich wusste anfangs auch nicht dass es so etwas gibt und wie das funktioniert, aber glücklicherweise habe ich das nie erwähnt, sonden es gegoogelt , nachdem ich davon gehört hatte und nix damit anfangen konnte *gg*
    Fingerfeeding fand ich damals total anstrengend und ineffektiv, weswegen wir doch auf die Flasche umgestiegen sind… beides hat super zusammen geklappt, und niemand war verwirrt 😉
    Aber Daumen hoch, dass ihr das trotzdem (für die Mütter 😉 ) macht!!!

    schön hier zu lesen!

  7. Andrea Says:

    Schön, wieder was von dir zu lesen, weiter so =)

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