pränatale infostunde

im herbst soll bei uns ein neues projekt starten. und zwar die pränatale infostunde. gedacht ist es für mütter, die wegen einer drohenden frühgeburt auf den gynäkologie stationär aufgenommen sind.

in dieser infostunde werden die eltern von kinderkrankenschwestern (bei uns vorerst 2 kolleginnen von der intensiv und mir) in einem gespräch vor der geburt auf das vorbereitet, was sie auf der intensivstation erwarten wird.

wir sind dabei eine mappe mit vielen fotos und einigen infos zusammenzustellen. außerdem wollen wir eine box gestalten, in der tägliche arbeitsmittel enthalten sind. also zum beispiel elektroden, die mini-windeln, viggos, magensonde, schnuller, sauger usw. gerne würden wir auch mit den eltern einen kurzbesuch auf der intensiv machen, wenn es der zustand der mutter zulässt.

ähnliche projekte gibt es schon an einigen kliniken im deutschsprachigen raum. und die eltern nehmen das dort sehr positiv auf. bisher gibt es bei uns sowas ähnliches nur von ärztlicher seite. wenn es möglich ist, geht ein arzt die mutter auf der gyn besuchen und bespricht mit ihr medizinische dinge (untersuchungen, ernährung, infusionen, mögliche komplikationen usw).

das wollen wir auch tun. nur eben aus pflegerischer sicht. es soll auch um dinge gehen wie stillen, muttermilch abpumpen, einbeziehung in die pflege, känguruhen und so.

aber genau wissen wirs noch nicht. steckt alles noch in den kinderschuhen. aber ich bin gespannt, was daraus wird.

6 Antworten to “pränatale infostunde”

  1. cassa Says:

    Ich war etwas zwiegespalten, als ich das las. Einerseits sicher (?) eine gute Vorbereitung für so manche zukünftige Eltern eines Frühchens. Andererseits: Macht man damit nicht vielleicht auch unnötig Angst? Nicht jede mögliche Frühgeburt wird dann ja auch eine. Und die Eltern haben sich dann evtl. unnötig die schlimmsten Bilder ausgemalt, die dann gar nicht passieren…. Ich kenne viele Menschen, für die die Vorstellung und Erwartung eines Übels schlimmer ist als das letzten Endes das Übel selbst. Als man mir vor der Geburt meines Kindes ausmalte, was für Komplikationen aufgrund seines extrem hoch geschätzten Gewichts (deutlich über 4 kg) vielleicht auf mich zukommen könnten (Stichwort Schulterdystokie) und welche Maßnahmen schlimmstenfalls drohten (dem Kind noch im Geburtskanal das Schlüsselbein brechen, um es rausziehen zu können), DA hatte ich dann richtig Angst. Und was war? Mein Kleines kam völlig problemlos und sogar für mich schmerzarm (!) zur Welt. Schwierig.

  2. Mela Says:

    Tolle Idee!!! Ich denke es hilft den Schwangeren ein bisschen, wenn sie wissen was unter Umständen auf sie zukommt. Und mit der notwenidgen Info verlieren MAgensonde und Co von Anfang an ihren Schrecken!

    Lg mela

  3. Tigermaus Says:

    Hi,

    das ist eine sehr gute Idee. Sowas wird bei uns schon seit Jahren angeboten und von den Eltern sehr dankbar angenommen. Bei uns machen das zwei KiKraS von der Kinderintensiv.

    Liebe Grüße,
    Tigermaus

  4. Miezekatze ^_^ Says:

    Find ich toll! Ist sicher schon schlimm genug, das Kind „abgeben“ zu müssen. Aber wenn man weiß, was da passiert und möglichst auch bemerkt, wie sehr sich das Personal um das Kind kümmert, ist es – denke ich – doch leichter.

    Hab schon ein paar Mal von Eltern gehört, die nicht wussten, was mit ihrem Kind geschieht. Macht die ersten Tage nicht unbedingt leichter.:/

    Also *thumbs up* für solche Initiativen! Sollte es überall geben.🙂

  5. tanteepa Says:

    Super Idee! Auf jeden Fall viele, viele Fotos zeigen. Ich glaube es beruhigt ungemein, wenn man als Mutter weiß wo Junior „hinkommt“. Wie es dort aussieht, wer sich um ihn/sie kümmern wird und wie der ganze Ablauf sein wird.

  6. Frau Reiter Says:

    Das hört sich nach einer tollen Idee an! Bestimmt hilft das den Schwangeren. Aus meinem Bekanntenkreis weiß ich von zwei Frauen, wie belastend gerade die Zeit war, die sie liegend im Krankenhaus verbringen mussten – immer zwischen Hoffen und Bangen. Die Geburt wird zur Bedrohung, was danach kommt scheint wie ein schwarzes Loch. Sicherlich ist es hilfreich, wenn Ihr den Frauen eine Perspektive eröffnet. Denn was man kennt, verliert zumindest etwas von seinem Schrecken.

    Bin schon gespannt auf den Bericht im Herbst!

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