Archive for Mai 2011

suchbegriffe 9

30. Mai 2011

oh mann, jetzt war hier ja ganz schön lange funkstille. sorry for that. es war in letzter zeit arbeitstechnisch etwas mühsam bei mir. dementsprechend wenig freizeit hatte ich auch. aber ich hoffe jetzt wirds wieder etwas besser. und in einem monat hab ich auch schon urlaub! ich brauche schon seeeehr driiiiingend urlaub!

so, nun gibts ein paar suchbegriffe. quasi zum wiedereinstieg. hihi.

trinken pro tag frühchen 1 woche – kommt drauf an wie schwer das frühchen ist

frühchen bekommt lasix – ja, keine seltenheit

infant flow einstellungen – naja, im prinzip nur flow (und somit PEEP) und sauerstoff. aber es gibt auch ein paar extras, wie eine backup-frequenz oder fixe frequenz,…

frühchen braucht flow – na das ist ja super, dass es schon selbst atmet 🙂

ich habe immer stressige dienste – oh, ich fühle mit dir… ich in letzter zeit auch.

was kann alles beim reanimieren passieren – soll das ein scherz sein? 

wie kommen eltern damit klar ein drogenabhängiges baby zu haben – keine ahnung. ich glaub sie verstehen erst, was das wirklich bedeutet, wenn sie ihr kind vor schmerz und unruhe brüllen sehen.

pizzaservice esslingen – da bist du leider bei mir falsch

darf das jugendamt den eltern ihr neugeborenes kind im krankenhaus entziehen ? – ja.

schnittverletzung baby nach kaiserschnitt versorgung – entweder es reicht ein pflaster drauf oder es muss genäht werden (kommt aber extrem selten vor)

wie lege ich meinem kind einen zugang – DU DEINEM kind gar nicht

kann ein frühchen mit magensonde eigentlich richtig trinken – ja, kann es

muss man wenn man kinderkrankenschwester wird ein bestimmtes gewicht haben ? – nö, wieso auch?

frühgeboren zugang legen problem – ja das ist oft ein problem, diese dünnen fädchen anzustechen ist nicht einfach

früchchen atmet beim trinken nicht – keine sorge, das wirds auch noch lernen

rachenabstrich und inkubator – hm?

mag kind nicht wecken – ja ich mags auch nicht. aber was sein muss, muss sein.

also, ich weiß ja nicht…

16. Mai 2011

eine schwangere in der 39. woche kommt morgens in die ambulanz des krankenhauses, in dem sie entbinden will. sie spürt seit gestern abend keine kindsbewegungen mehr. gar keine. und macht sich jetzt logischerweise sorgen.

gut. also mal schnell ans CTG. dieses zeigt keine kindlichen herztöne mehr an. nichts zu finden. gar nix.

zur sicherheit noch ein ultraschall. hier das gleiche. das kleine herz steht.

jetzt gibt es zwei möglichkeiten. entweder man teilt der schwangeren mit, dass ihr kind leider verstorben ist. oder man macht eine notsectio, um zu sehen ob noch was zu retten ist.

man entscheidet sich für die notsectio. warum auch immer. ich nehme an, man gibt die hoffnung nicht auf.

so, nun wird also ein reifes kind geboren. tot. keine atmung. kein herzschlag. keine reflexe. einfach nichts.

angesichts der vorgeschichte könnte man es einfach gut sein lassen.

oder… vielleicht hat das herz ja erst in dem moment aufgehört zu schlagen, als man den ultraschallkopf auf den bauch der schwangeren gedrückt hat?! und das wäre ja erst 10 minuten her!

doch ein bisschen reanimieren? na gut, ein bisschen geht immer. man kann ja jederzeit wieder damit aufhören, nich wahr?

also volle kanne los reanimiert! und alle medikamente, die der rea-wagen so hergibt, in das kind reingespritzt!

30 minuten reanimation. zwischenbilanz? kind immernoch tot. keine herzaktion und auch sonst nix.

gibt es hier jemanden, der weiter reanimieren würde? und wenn ja, wieso (um himmels willen)??

entspannte aufnahme

11. Mai 2011

gestern habe ich ein reifes neugeborenes aus einer nahegelegenen geburtsklinik aufgenommen. die 2 tage alte, über 4kg schwere dame wurde wegen verdacht auf eine infektion zu uns transferiert.

kurze zeit später kam auch schon der vater an die station. ich hätte erwartet, dass er sehr besorgt und nicht gerade glücklich darüber ist, dass seine tochter nun bei uns liegen muss. so wie das normalerweise eben ist, wenn wir reife kinder übernehmen. aber so war es nicht. er war sehr freundlich und schien überhaupt nicht belastet.

beim ersten gespräch mit der ärztin und mir hat er sehr geziehlte und „gute“ fragen gestellt. auch das ist nicht selbstverständlich. er schien die situation gut erfasst zu haben. also keine unnötige panik. es war echt erstaunlich.

etwas später hat er mir noch beim wickeln seiner tochter zugesehen (er hatte sie noch nie gewickelt und wollte erstmal zusehen) und hat ihr, mit etwas hilfe, die wenigen milliliter muttermilch, die er mitgebacht hatte, gefüttert.

danach fuhr er wieder zu seiner frau.

2 stunden später kam er mit der mama wieder. und dann kam das, womit ich wirklich nicht gerechnet hätte. auch sie war total entspannt! in der regel verdrücken die mütter spätestens wenn sie ihr kind in dem bettchen liegen sehen, an den monitor angeschlossen und mit viggo in der hand, ein paar tränchenen. aber nix da.

natürlich habe ich ihr, nach der ersten begrüßung und erklärungen, sofort angeboten, dass sie ihre tochter in den arm nehmen kann. und was sagt sie? ja, ich würde schon gerne, aber wecken wir sie damit nicht auf, wenn wir sie jetzt raus nehmen? ich hätte die mutter knutschen können, ehrlich.

hab ihr dann erklärt, dass sie kleine sicher weiterschlafen wird und sie ihr in den arm gelegt. sie war selig. der papa hat natürlich gleich die kamera ausgepackt und hunderte fotos gemacht 😀

da bei uns gestern nicht viel los war und ich viel zeit hatte, habe ich mich danach noch sicher eine dreiviertel stunde mit den eltern unterhalten und viele kleine fragen beantwortet. die atmosphäre war einfach schön.

später haben wir noch einen stillversuch unternommen. zwar nur mit mäßigem erfolg, aber alle waren glücklich und zufrieden.

als die eltern wieder nach hause (bzw. die mutter wieder in ihr krankenhaus) fuhren, verabschiedete sich die mutter mit den worten: ihre station hier ist wirklich wunderbar und ich bin froh, dass meine tochter bei ihnen ist. ich weiß, dass sie hier sehr gut versorgt wird.

haaach, eine so entspannte und optimale aufnahme eines reifen kindes hatte ich schon seit jahren nicht mehr. so sollte es immer sein.

pränatale infostunde

9. Mai 2011

im herbst soll bei uns ein neues projekt starten. und zwar die pränatale infostunde. gedacht ist es für mütter, die wegen einer drohenden frühgeburt auf den gynäkologie stationär aufgenommen sind.

in dieser infostunde werden die eltern von kinderkrankenschwestern (bei uns vorerst 2 kolleginnen von der intensiv und mir) in einem gespräch vor der geburt auf das vorbereitet, was sie auf der intensivstation erwarten wird.

wir sind dabei eine mappe mit vielen fotos und einigen infos zusammenzustellen. außerdem wollen wir eine box gestalten, in der tägliche arbeitsmittel enthalten sind. also zum beispiel elektroden, die mini-windeln, viggos, magensonde, schnuller, sauger usw. gerne würden wir auch mit den eltern einen kurzbesuch auf der intensiv machen, wenn es der zustand der mutter zulässt.

ähnliche projekte gibt es schon an einigen kliniken im deutschsprachigen raum. und die eltern nehmen das dort sehr positiv auf. bisher gibt es bei uns sowas ähnliches nur von ärztlicher seite. wenn es möglich ist, geht ein arzt die mutter auf der gyn besuchen und bespricht mit ihr medizinische dinge (untersuchungen, ernährung, infusionen, mögliche komplikationen usw).

das wollen wir auch tun. nur eben aus pflegerischer sicht. es soll auch um dinge gehen wie stillen, muttermilch abpumpen, einbeziehung in die pflege, känguruhen und so.

aber genau wissen wirs noch nicht. steckt alles noch in den kinderschuhen. aber ich bin gespannt, was daraus wird.