ich bin stillfeindlich

ja, so ist es. jedenfalls musste ich mir das letztens an den kopf werfen lassen. ich PÖÖÖHSE schwester.

und das nur, weil ich es nicht besonders förderlich für die entwicklung eines frühgeborenen kindes halte, dass es, auf wunsch der mutter, in ihrer abwesenheit nur sondiert werden soll. das kind soll sich keinesfalls an die flasche gewöhnen. sonst kriegt es eine saugverwirrung. PÖÖÖHSE saugverwirrung! schnuller ist deshalb natürlich auch nicht gestattet. maximal ein tee- oder milchstäbchen.

gegenargumente? nutzlos. schließlich ist sie die mutter und weiß, was das beste für ihr kind ist. okay.

das wird ein hartes stück arbeit für die stillberaterin, die psychologin und uns.

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28 Antworten to “ich bin stillfeindlich”

  1. Didu Says:

    „gegenargumente? nutzlos. schließlich ist sie die mutter und weiß, was das beste für ihr kind ist. okay.“

    Richtig. Musst du akzeptieren und fresse halten.

    Warum der Blog? Zum auskotzen?

  2. Lexi Says:

    Jaja Stillen ist das Beste für die Kinder….eh ganz toll.Mag ja sein,aber doch nicht in Ausnahmesituationen.Was ist denn mit den kranken Mamas mit HIV oder so?Sollen die nun auch wieder Stillen???

    Solche Sachen sind der Grund ,weshalb ich nieeee in einen Vorbereitungskurs gegangen bin.Da wird nämlich alles pauschalisiert und genau daran halten sich die Mamas dann.Und nur daran.Wehe es kommt jemand,der dann etwas anderes rät.

    Ich frag mich bei manchen Mamas oft,ob da wirklich noch das Kindeswohl im Vordergrund steht.

    liebe Natalie,du machst deinen Job schon super!Lass dich nicht kleinmachen!

    • sakasiru Says:

      Jaja, alle Mamis glauben alles was in allen Vorbereitungskursen erzählt wird. Ich frag mich, wer hier grade pauschalisiert? 😉
      Ich find es schon in Ordnung, dass in Kursen und sonstwo erstmal Stillen ans Herz gelegt wird, und auch dass man auch nicht gleich bei der ersten Widrigkeit wieder aufgibt. Ein Geburtsvorbereitungskurs ist nunmal kein Frühchenvorbereitungskurs; die Ausnahmen und deren Gründe den Mamis zu erklären, warum es eben NICHT das beste für ihr Kind ist, NUR zu stillen wenn es noch kaum sauegen kann, ist die Aufgabe von den betreuenden Ärtzten und Schwestern. Mamis, vor allem von Frühchen, wollen nunmal 100%ig alles richtig machen, und wenn sich niemand die Zeit und Geduld nimmt, ihnen zu vermitteln was in diesem Fall warum das richtige ist, dann ziehen sie ihre Weisheit eben aus anderen, nicht unbedingt frühchenkompatiblen Quellen.

    • Hajo Says:

      jetzt will ich aber mal eine Lanze für Vorbereitungskurse brechen: ich habe (Anfang der 80er) an fast allen Abenden teilgenommen und nicht im Mindesten Manipulationsversuche wahrgenommen. Hinweise, Tipps u.ä. von einer sehr kompetenten Hebamme: ja, aber keine Schwarzmalerei.
      Nun gut, mein Sohn hatte nahezu eine Punktlandung hingelegt und es gab auch keine Probleme bei der Geburt (in der Klinik -> in den Kreissaal -> nach einer halben Stunde war er schon am Plärren – danke Kleiner!), aber beim Stillen war’s anfänglich nicht so leicht. Eine ältere Ordensschwester hat sich jedoch mit schier unendlicher Geduld und Hingabe verdient gemacht und dem Bub das Saugen „beigebracht“.
      Ohne Zweifel gibt es auch andere Beispiele und bedauerlicherweise kommen Kinder nicht nur auf diese Art zur Welt, aber gleich alles in Bausch und Bogen zu verdammen scheint mir reichlich einseitig und – mit Verlaub – ungerecht.

  3. Cerise Says:

    Hm, ich würde bei solchen Damen vermutlich so argumentieren: Gut, machen wir, aber Sie geben mir das schriftlich, das wir auf ihre Anweisung hin eine Körperverletzung in Form einer medizinisch unnötigen Magensonde vornehmen.

    Mal sehen wie lange die Frau dann noch drauf besteht. Bei solchen braucht man leider den Holzhammer und oft genug reicht das nichtmal. *seufzt*
    Saugverwirrung… Ich frag mich immer öfter ob die Frauen denn nix anderes zu tun haben als sich über ihre angeblichen „Mütter-Qualitäten“ zu identifizieren?
    Ich bin eine böse Rabenmutter! Hier liegt Staub! Und oh mein Gott, mein Kind isst Süßes. Und sogar Junk-Food! Und ich kann nichtmal kochen! Komisch das mein Kleiner ein völlig gesunder, liebenswerter Junge ist…
    Die nächste „Super-Mutti“ die mir Vorwürfe macht wird geknebelt und das dazugehörige Rotzgör ebenfalls! (Ist euch das auch schon aufgefallen das solche tollen Mammis meistens furchtbare Kinder haben?)

    Liebe Neonatalie, ich hoffe für den kleinen Zwerg das ihr Erfolg habt und seine Mama umstimmen könnt. Sollte ich je nochmal ein Kind bekommen und es wäre ein Frühchen, ich würde mir wünschen es auf einer Station wie der deinen zu wissen. Gut betreut und umsorgt.

  4. Andrea Says:

    Hallo,

    durch Zufall bin ich auf Deinen Blog gestoßen – und muss nun auch mal kommentieren. Also, dass mit der Saugverwirrung kann ich so nicht unterschreiben. Unsere Zwillis kamen in der 29+0 SSW zur Welt. Stillen in den ersten Tagen/Wochen war gar kein Thema, da die 2 gar keine Kraft dazu hatten. Was will man den Kindern noch alles abverlangen? Natürlich bekamen unsere Zwerge den Schnuller, per Flasche meine Muttermilch – und wenn es gar nicht mehr ging, weil mal wieder alles zu viel wurde, dann gab es zur Beruhigung auch mal ein Glucosetröpfchen. ;o) Kleine Naschkatzen…

    Kurz vor der Entlassung hatte ich dann mal probiert den einen Zwilling zu stillen, da wären die Beiden in der 35+0 SSw gewesen – es hat geklappt. In der 36+0 SSW durften wir dann nach Haus und was soll ich sagen, dass Stillen hat auf Anhieb geklappt. Den einen Zwilling hatte ich sogar 10 Monate gestillt.

    Ich denke, diese ganzen vielen Informationen, diese ganzen unterschiedlichen Meinungen verwirren auch mehr, als das sie nützen.

    Ich habe den Schwestern auf der Neo immer voll vertraut – auch mal meine Meinung gesagt – wir hatten einen guten Weg gefunden. Ich wusste meine Kinder sind dort gut aufgehoben, die Schwestern geben alles, und wir als Eltern haben uns auch verstanden und somit gut aufgehoben gefühlt.

    Schade, dass nicht alle Eltern sich auch einfach mal anleiten lassen – was bringt es dem Kind, wenn man auf Teufel komm raus den eigenen Willen durchsetzen will – letztendlich auf Kosten des Kindes???

    Liebe Grüße
    Andrea

  5. rockige Says:

    Dieser „künstliche Sch…“ ist nunmal die beste Alternative zur normalen Muttermilch. Grade für Frühchen gibts da ein Produkt das speziell für die Bedürfnisse dieser kleinen Würmchen entwickelt wurde.
    Ja warum Alternative? Nicht jede Mutter hat genug Milch, nicht jede Mutter darf überhaupt stillen (beispielsweise wenn die Mutter Medikamente nehmen muss um gesund zu werden oder wenn sie eine Krankheit hat die über die Mumilch übertragen werden könnte). Nicht jede Mutter kann ihren Milchfluss erhalten über die lange Zeit die ihr Frühchen im Krankenhaus liegt. Es gibt Frühchen die Monate dort liegen. Da hilft der beste Stilltee, die besten Kräuter und die beste Ernährung nicht.

    So, zurück zum Thema Sonde vs. Milchfläschchen. Ob ein Kind nun über die Sonde oder die Flasche Milch bekommt, ist oberflächlich betrachtet, egal – hauptsache das Kind bekommt überhaupt Nahrung.
    Das eine Magensonde unter anderem Stress bedeutet für das Kind dürfte jedem klar sein wenn man mal intensiv darüber nachdenkt was es bedeutet einen Schlauch im Schlund zu haben .

  6. Hajo Says:

    also, liebe Natalie, wenn man jenny78 Glauben schenkt, wird aus den von Euch versorgten Kleinen nie etwas Richtiges 😉
    Ich denk‘ mal, das Gegenteil kommt doch eher der Wirklichkeit nahe, oder?
    Liebe Grüße und frohe Ostern
    Hajo

  7. jenny78 Says:

    Ich stimme der Mutter zu. Sie wird es später NIE hinbekommen können, dass das Kind von der Brust trinkt, wenn er so früh die Flasche ständig hatte. Und wenn EIN FRÜHCHEN lieber mit künstlicher Sch… als mit Muttermilch die ganzen weiteren Monate ernährt werden soll, dann hast du wirklich keine Ahnung! Künstliche Milch macht manchmal sehr viele Probleme auch bei reifgeborenen Babys, und bei Frühchen erst recht. NULL Ahnung hast du! Es ist nur eure Bequemlichkeit auf Station, sonst nix. Die Mutter macht sich gut, dass sie sich durchsetzt!!!!

    • Sophie Says:

      Also ich weiß ja nicht, wie das bei Neonatalie auf Station so läuft…
      …aber bei uns bekommen diese Kinder in der Regel zwar dann die Flasche, aber mit abgepumpter Muttermilch, sofern die Mutter genügend hat selbstverständlich.
      Ich nehme mal an, wenn das da oben dein Kind wäre, dann würdest du es ja vermutlich auch irgendwann mal mit nach Hause nehmen wollen – schlecht mit liegender Magensonde.

    • Irislein Says:

      Also, um jenny zu verteidigen… Ich finde, ihr Beitrag klingt eindeutig nach Ironie…?

    • Didu Says:

      Danke Jenny!
      Die Mutter könnte ja genauso den einfachsten weg wählen wie die stationsarbeiter.innen.

  8. rockige Says:

    Meine Kämpferin hat sich irgendwann sogar die Magensonde gezogen (beim dritten Mal setzte sie sich gegenüber den Krankenschwestern durch und die Sonde blieb ab da ganz draußen). So, bin dann mal weg, durch die ganzen Fotos aus dieser Zeit stöbern. Schöne Ostern allerseits

  9. die kleine Frau Says:

    Da frage ich mich mal wieder, wer kommt denn auf die Idee, wenn er seinem Kind die Sonde ersparen kann, diese vorzuziehen bei Abwesenheit der Mutter. So eine „böse“ Nuckelflasche ist doch viel weiniger invasiv.

    Manchmal sind vornehmlich erwachsene menschen echt seltsam.

  10. Blogolade Says:

    Mein Sohn war anfangs sogar so saugverwirrt dass er große Schwierigkeiten mit dem Wechsel von rechter Brust auf linker Brust hatte (BW völlig unterschiedlich beschaffen) aber der Schnuller den es nach 4 Tage gab, der hat ihn nicht verwirrt 🙂

    Die Flasche vielleicht aber wenn man ein bisschen Mühe reinsteckt, bekommt man ein Kind auch von der Flasche wieder an die Brust gewöhnt.

  11. zuckerzicke Says:

    Oje:) Aber sowas kommt vermutlich öfter vor. Bei der Geburt am 25.11.11 hat mir die Hebamme im KH sogar dazu geraten nicht zustillen, weil ich ja schon zwei Kids hatte und dann nicht so flexibel wäre:D Und da ich die Argumente gut fand, bekam mein dritter Sohn die Flasche. Mein erster auch, weil ich nicht wollte und beim zweiten hatte ich nur eine Woche Milch und dann gab es auch Flasche:)

    • Silke Says:

      Das Argument finde ich irgendwie unlogisch – ich bin doch stillend viel flexibler. Mit den Kids auf dem Spielplatz – laenger bleiben? Kein Problem, einfach anlegen. Nix (ausser Windeln) mitschleppen muessen, nichts saubermachen muessen etc.

      • zuckerzicke Says:

        Naja, sie meinte weil ich, wenn ich stille, ja nicht hinter den anderen hinterher rennen kann:) Ich wollte sowieso nicht stillen. Muss man ja auch nicht. Klar ist stillen das beste für ein baby, aber wenn ich nicht mag, hat es auch wenig sinn.

  12. rockige Says:

    Och nöö… ich war heilfroh das mein Frühchen problemlos den Sauger mit Milch bzw später die Milchflasche annahm. Ich war so überglücklich das mein Kind nicht nur über die Magensonde ernährt werden musste sondern in der Lage war selbständig zu trinken. Da wär mir doch nie im Traum eingefallen so einen hanebüchenen Unsinn von wegen Saugverwirrung zu verbreiten…
    Hach ja, aber Leute gibts die gibts nicht 🙂

    Übrigens, ich bin eine Rabenmutter weil ich „meinem Kind die Brust verweigerte“ … solch Sprüche bekam ich zu hören von ziemlich vielen Seiten. Medizinischer Aspekt hin oder her, die Leute sehen und hören nur das was sie sehen und hören wollen. Da kann man mit Logik kaum kommen

  13. Gabriela Says:

    genauso wird das Personal vor vier Jahren über mich geredet haben….

  14. Splanchikus Says:

    OMG das Thema Saugverwirrung und die langfristigen Auswirkungen auf so einen kleinen Zwerg, ich frag mich wie wir alle ohne grössere psychische Schäden auf dem Planeten rumlaufen.
    Also ich muss dann echt dasZimmer verlassen, wenn diese hormonumspülten Frauen loslegen und mit keinem Argument der Welt wieder in die Reihe zu kriegen sind.
    Den meisten Zorn hab ich aber auf diejenigen, die den Müttern so einen Floh ins Ohr setzten. Das neueste ist dann die Geschichte, dass Flüssigkeit mit einem Löffel eingebracht werden soll, sind das jetzt Löfflinge oder Säuglinge oder hab ich da was missverstanden.
    Liebe Grüsse und noch schöne Ostern
    Splanchikus, die

    • Katha Says:

      Wurde mir bei meinem ersten auch noch so geraten. Geht nicht, ist doof! Meine Kinder sind alle keine Löfflinge 🙂
      UND schaffen/schafften es gestillt zu werden trotz Schnuller. Meine Kinder sind vermutlich TOTALE Ausnahmen, weil es einfach Genies sind. Bestimmt.

  15. Hajo Says:

    Was bringt eigentlich so viele Mütter zu dem Glauben, dass sie „per ordere de mufti“ (oder so) so genau wissen, was gut für ihren Nachwuchs ist?
    Ach ja, es sind sicherlich „die Gene“, die nach einer „Spass-Phase“ und ca. neun Monate Tragezeit (sorry, ich weiss, dass ich wieder mal sehr böse bin 😦 ) zum Ausbruch kommen.

    • Silke Says:

      Noe, das ist das Ergebnis der Geburtsvorbereitungskurse… Sondersituationen, wie sie auf der Neo vorkommen, werden dort ja nicht thematisiert.

      Ich habe bei meinem sondierten Kind auch mit der Schwester diskutiert, ob das wirklich notwendig ist, dem Kind die Flasche zu geben (abgepumpte Milch) – das Argument, dass vor einem Stillversuch erstmal geguckt werden muss, ob das Trinken ueberhaupt funktioniert, hat mich dan ueberzeugt. Einen Schnuller hat *dieses* Kind jedenfalls nicht genommen. Und nach dem KH auch keine Flasche mehr.

    • Didu Says:

      Du bist ja mal oberbescheuert. Denkst du wirklich so ne faule Zicke auf Station weiß was gut ist für dein kind?!

  16. murmel Says:

    Hach, das klingt wie in meinem gestrigen Elterngespräch: Sie haben ja keine Ahnung davon, wie man meinem Kind das Wissen am besten beibringt. Pööse Hausaufgaben, machen das arme Kind kaputt! Ich bin die Mutter, ich weiß das besser.
    Wünsche sonniges Wochenende!

  17. Miki Says:

    Bedenken hatte ich da auch. Aber ist 23 Jahre her und war in der DDR. Da wurde nicht viel gefragt. Ich hatte noch nicht mal das Kind im Zimmer, sie wurden zu festen Zeiten einfach mal ausgeteilt. Aber egal.
    Mein Sohn hatte anfangs eine Magensonde, über die bei Bedarf Glukose verabreicht wurde, weil ich Diabetikerin bin. Und idiotischer Weise hab ich ihn nicht zum Stillen bekommen die ersten 3 Tage, da hat er wohl Tee bekommen. (????) Naja, ich war sehr jung… hab einfach gedacht, die werden es schon wissen…und war sehr „geschafft“ denn danach ist mein Zucker völlig ausgetickt.. Ich wollte nur sagen, als ich ihn nach 3 Tagen das erste Mal zum Stillen bekommen habe, wusste er, was zu tun ist. Und wir haben es ganz gut hingekriegt. Also nix mit Schnuller-Gewöhnung oder so. Aber Bedenken hatte ich wie gesagt auch…. vorher…

  18. Katha Says:

    Genau! Das liegt daran, dass Du einfach keine Ahnung von Babys und Frühchen im speziellen hast!

    …oder hab ich da etwas missverstanden?

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