promieltern

ja, auch promikinder können startschwierigkeiten haben. deshalben haben auch wir immer mal wieder kinder/enkel/neffen/nichten/sonst-irgendwie-verwandte-oder-bekannte von mehr oder weniger prominenten personen bei uns liegen. vom sportler über musiker bis zum politiker, alles schon da gewesen.

bevor die datenschützer gleich einen anfall bekommen, keine sorge. es kommen jetzt keine geschichten wie „brad pitt hat keine ahnung vom windelwechseln“ oder „heidi klums kind hatte nen riesenpickel im gesicht“.  (und fürs protokoll: die beiden habe ich bisher nicht persönlich getroffen, auch deren kinder nicht)

ich will auf etwas ganz anderes hinaus. nämlich auf den umgang mit den eltern dieser kinder.

es gibt immer wieder mal eltern, mit denen man nicht kann. man empfindet sie als mühsam und sie sind einem einfach unsympathisch (und umgekehrt sicher auch). das ist nichts schlimmes. es ist menschlich. manchmal passt die chemie einfach nicht, dafür kann niemand was.

interessanterweise gibt es das bei promieltern praktisch nie. in den 9 jahren, in denen ich nun schon in diesem beruf tätig bin, habe ich es erst ein einziges mal erlebt, dass jemand mit einer promimutter nicht konnte.  im gegenteil, die meisten sind sogar wahnsinnig sympathisch und nett.

ich frage mich, woran das liegt. haben wir möglicherweise eine andere einstellung zu diesen eltern, nur weil sie (oder ein naher verwandter/bekannter) prominent sind? sind wir da geduldiger? lassen wir mehr durchgehen? oder sind sie einfach „pflegeleichter“? sind sie es gewöhnt, einen berater neben sich stehen zu haben, der ihnen sagt wie die sache läuft, und sehen sie uns als ebensolche berater für ihre kinder?

oder ist es reiner zufall, dass ich bisher nicht auf promi-monster-eltern gestoßen bin?

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7 Antworten to “promieltern”

  1. henriette Says:

    hallo,

    die 1a promis, die schon lange dabei sind, sind auch sicher deshalb lange dabei, weil sie sich eben benehmen koennen. die 3cpromis sind da schon deutlich anstrengender und meistens diejenigen, die meinen, auf einen body gard nicht verzichten zu koennen…. meine erfahrung.

    beste gruesse

    h.

  2. drkall Says:

    Einmal wäre natürlich die Frage, wie hoch der Anteil der Monstereltern unter den „Normalos“ denn etwa ist, und wie hoch damit die Chance ist, unter den vermutlich nicht sehr häufigen Kontakten zu Promieltern ein solches Monsterexemplar überhaupt zu erwischen.

    Weiterhin dürfte natürlich auch eine Rolle spielen, dass Promis es eher gewöhnt sind sich Dinge abnehmen zu lassen und hin und wieder auf Berater zu hören.

    Aber ich denke auch auf jeden Fall, dass man, zumindest unterbewusst, immer bereit ist, Prominenten einen gewissen Bonus zuzugestehen, weil die ja „eh schon soviel um die Ohren haben“ und man sie doch irgendwie auch bewundert.

    Andererseits, finde ich den öffentlichen Umgang mancher Promis und vor allem der Regenbogenpresse und vieler Ghostwriter mit gesundheitlichen Dingen, die sie betreffen, recht fragwürdig. Wobei mir schon klar ist, dass diese Sachen überwiegend nicht von Prominenten selbst in die Welt gesetzt werden, sie sind es aber eben letztlich trotzdem selbst, die die Interviews geben und diese bzw. Bücher, die in ihrem Namen geschrieben werden, autorisieren.

    Da sind z.B. von einer Krebserkrankung betroffene Prominente meistens heroische „Kämpfer“ gegen die Krankheit und haben sie dann irgendwann „besiegt“ oder im tragischeren Fall den Kampf verloren. In Büchern, die sich viele dann gezungen sehen schreiben zu lassen, wird dann z.B. eben mal von der Krebsdiät berichtet, die einen angeblich gerettet hat, wobei die vorherige Kombination aus Stahl, Strahl und Pharmachemie natürlich nur eine untergeordnetet Rolle bei der Heilung gespielt hat.

    Dass das nicht die Situation der betroffenen normal Sterblichen ist, die sich im Übrigen eben _nicht_ jede noch so teure und ggf. fragwürdige Therapie leisten können, wird gern verschwiegen. Ebenso verschwiegen wird gern, dass es in der Regel weniger ein heroischer Kampf ist, der geführt wird, sondern eher der Versuch einigermaßen erträglich mit der Krankheit und ihren Folgen zu leben und, wenn es sich denn nicht mehr vermeiden lässt, in Würde zu sterben, was beides angesichts der Probleme in unserem Gesundheitswesen eine nicht immer einfache Aufgabe ist.

  3. Hajo Says:

    Ich denke mal, dass die Zickereien, die so manchen (so genannten) Promis unterstellt werden, vielfach auf grösszügige „Interpretationen“ einiger Journalisten (m/w) beruhen
    .. und die werden – weil viele aus dieser Berufsgruppe einfach nur abschreiben – dann als allgemein gültig immer weiter getragen und vielleicht auch noch ausgeschmückt

    • Nina Says:

      Das glaube ich nicht. Man kann das ja auch im „echten Berufsleben“ entdecken – auf jeden Fall in jedem Großkonzern in den oberen Etagen: viel Status, viel Geld und viele Schleppenträger (wieviele geben da noch contra?!) müssen schon auf eine große Festigkeit des Charakters treffen, um selbigen nicht zu -äh- beeinflussen. Wenn man gewöhnt ist, dass alle springen können und man zudem für sein Geld die Puppen tanzen lassen kann, gewöhnt man sich doch verdammt schnell daran, so jedenfalls meine Beobachtung 😉

  4. Ellen Says:

    Ich habe früher fürs Fernsehen gearbeitet und meiner Erfahrung nach sind Prominente einfach nur froh, wenn sie ganz normal behandelt werden. Zumindest beim Film/Fernsehen ist die Arbeit der Typen hinter den Kulissen genauso wichtig wie die der Leute auf der falschen (*g*) Seite der Kamera und dementsprechend entspannt und professionell ist der Umgang miteinander.

  5. Nina Says:

    Ich schließe mich da mal meiner lieben Ava an 🙂 Ein Promi weiss doch in der Regel, wie er kriegt was er will und Euch braucht man in so einer Stiuation definitiv 🙂 Vllt. ist man aber auch nachsichtiger, weil es einfach spannender ist als mit den Durschnittseltern.

    Meine Schwester hat auch viel mit Promis zu tun und hat da nicht die gleiche Erfahrung :-))

  6. Avialle Says:

    Ich glaube, dass Leute, die in der Öffentlichkeit stehen oder beruflich viel mit verschiedenen Menschen kommunizieren bzw. sie „an einen Tisch bringen müssen“ (Banker, Berater, sowas halt), wissen wie sie überall „gut ankommen“. Als Promi wäre es dumm, jeden Moderator oder Fotografen spüren zu lassen, dass man ihn nicht mag.
    Vielleicht ist es aber auch nur die Einsicht, dass sie vom Gebiet Neonatalpflege absolut keine Ahnung haben und ihr die Profis seid. „Einfältige“ Menschen schaffen es eben auch selten prominent zu werden… 😉

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