dinge, die ich nicht mag

ein kleiner auszug.

  • eltern, die ihre kinder aufwecken, sobald sie an die station kommen. ich versteh eltern ja. ich verstehe, dass sie ihr kind begrüßen wollen, ihm zeigen möchten, dass sie da sind. aber wieso immer genau dann, wenn das sowieso total unruhige kind gerade eingeschlafen und zur ruhe gekommen ist?

 

  • ärzte, die kinder für blutabnahmen oder irgendwelche untersuchungen aus dem schlaf reißen. wenn es wirklich dringend ist, dann sag ich ja nix. aber routine-sachen können doch echt auch eine stunde warten, bis ich das kind sowieso für die pflegerunde aufwecken muss, oder?!

 

  • eltern, die sich nicht an vereinbarte termine halten, diese aber auch nicht absagen. für sowas hab ich kein verständnis. es kann ja immer mal was dazwischen kommen, kein thema. alle eltern haben unsere telefonnummer. ein anruf genügt. aber neiiin, manche kommen einfach eine stunde später. und sind dann noch enttäuscht, dass ihr kind schon gebadet und gefüttert ist.

 

  • wenn eltern ihre kinder im bett wickeln und nichts unterlegen, obwohl man sie darum gebeten hat. ich bezieh so gern 5mal täglich das bett neu, hab ja sonst nix zu tun. und reden tu ich auch nur, damit ich warme luft loswerde.

 

  • massentourismus zur angehörigen-besuchszeit. eltern dürfen rund um die uhr zu ihrem kind. für alle anderen haben wir am nachmittag ein paar stunden „geöffnet“. würden wir zuckerwatte und bier verkaufen, könnten wir die station bald vergolden.

 

  • angehörige, die nicht verstehen, dass wir sie nicht zum kind lassen, wenn kein elternteil dabei ist. und da bin ich sehr streng. woher soll ich auch wissen, ob es den eltern recht ist, wenn die tante mizzi das kind besucht? und ob das überhaupt die tante mizzi ist?

 

  • aufnahmen, die genau während oder kurz vor der übergabe kommen. stress pur, und in 99% der fälle nicht so akut, als dass man nicht noch 20 minuten damit warten könnte.
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17 Antworten to “dinge, die ich nicht mag”

  1. frifris Says:

    Was ich nicht mag (mochte):

    – Ärzte, die nie gelernt haben, in einfachem Deutsch mit den Eltern zu sprechen. Die vorzugsweise mit abgewandtem Blick etwas von Retinopathie oder Pneumonie nuscheln, und schnell wieder verschwinden, bevor das verdutzte Elternteil (welches ja auch manchmal schon nicht des Deutschen mächtig ist) überhaupt Luft holen kann um Fragen zu stellen. Und die DANN noch gereizt reagieren, wenn man eine Frage stellt.

    – Dass fast alle Ärzte und auch oft genug das Pflegepersonal immer hoffen, ein anderer Arzt möge doch die schlechten Nachrichten überbringen, oder vielleicht der Kinderarzt zuhause. Beispiel: Einer Mutter, deren Sohn als Frühchen bereits ein halbes Jahr stationär war, mit allen erdenklichen schweren Komplikationen (Vorsicht, Arztsprech!: IV-Blutungen IV° etc.) und OPs, entgleitet völlig das Gesicht als eine andere Mutter bei einem Besuch mit ihrem lang schon entlassenen ExFrühchen (mit leichterer Vorgeschichte) erwähnte, das letzeres eine dauerhafte Behinderung behalten wird. Hallo? Wie kann man das als Arzt und als Pflegepersonal innerhalb eines halben Jahres nicht wenigstens mal andeuten?

    – Dass man manchen Schwestern und Ärzten Ergebnisse von Untersuchungen wie zähklebrigen Rotz aus der Nase pulen muss. Überhaupt, dass das Pflegepersonal oft nicht die Erlaubnis hat, die einfachsten Ergebnisse mitzuteilen (CRP-Wert etc), sondern erst ein Arzt herbeizitiert werden muss. Besonders ärgerlich, wenn man als Elter nicht 12 Std. da sein kann und aufgrund mangelnder Kinderbetreuung im KH immer die Visite verpasst. Dass man ja schon weiß, wenn die Schwester es nicht unter 4 Augen mitteilt und auf den Arzt verweist, dass es nix Gutes verheißt.

    – dass man von manchen angesetzten Untersuchungen/Behandlungen (z.B. Impfung) erst im Nachhinein erfährt, wenn sie schon vorbei ist. Grr.

    – dass in manchen Bereichen personell immer mehr eingespart wird, nicht unbedingt auf Intensiv und Frühchen, aber auf anderen Stationen.

    – dass es schon ab Geburt zwei Klassen von Patienten gibt, und seien diese auch noch so klein: privat und gesetzlich.

    – dass eine Weiterbildung bei Ärzten und Pflegepersonal (gerade bei älterem Pflegepersonal) in Bezug auf Psychologie und Gesprächsführung nicht Pflicht ist.

  2. Stefan Says:

    Gegenfrage: warum wird das Kind für die routinemäßige Pflegerunde aufgeweckt. Wenn es nur Routine ist, kann das doch auch warten, bis das Kleine wach ist?
    Erschließt sich mir nicht, warum nur die Ärzte die bösen Wecker sind.

    • neonatalie Says:

      guter einwand. leider ist es so, dass frühgeborene selten von selbst wach werden. irgendwann muss man sie also aufwecken. und ja, in 99% der fälle sind es die schwestern, die das tun.
      allerdings wecken wir die kleinen nur alle 6 stunden. zu essen bekommen sie alle 3 stunden, aber jede 2. mahlzeit wird nur sondiert. wenn sie dazwischen wach sind, dann werden sie natürlich auch versorgt und evtl. gefüttert, is klar. ein waches kind wird nicht sondiert (jedenfalls nicht von mir). die regelmäßige nahrungszufuhr muss aber sein. ernährung ist bei frühgeborenen ja sowieso oft keine einfache sache, da ist man leider nicht sehr flexibel.

      wichtig ist einfach, dass pflegerische und medizinische tätigkeiten so koordiniert werden, dass man ein kind nicht ständig mit was anderem „belästigt“. damit die kleinen ihre ruhephasen haben.
      die goldene regel lautet: man greift nur in den inkubator, wenn es unbedingt JETZT sein muss.

  3. Kat Says:

    So manch einer vergisst in einigen Fällen das Nachdenken – aber dsa ist vielleicht aich gut so, denn sonst hättest du ja nicht so schön darüber schreiben können 😉

  4. sverige27 Says:

    … ist schon lustig wie sich die NEO-Abteilungen von anderen unterscheiden.

    Mein Sohn war 3 Monate zu früh dran und da kann man auch einiges „erfahren“.
    Massen von Besuchern an anderen Bett oder Inkubatoren und dann die Eltern die man „nie“ sieht. Trotzdem man selber 8 Stunden bei seinem Nachwuchs war.

    Einen „richtigen Termin“ hatten wir in der Zeit nie, wenn wir da waren, wurden wir einfach angesprochen ob wir mal ein wenig Zeit hätten… für Ärzte, Sozialdienst oder Pflegepersonal.

    Danke für Deinen Bericht und Blog

  5. Urmelis Says:

    Was ich katastrophal fand: frischgeborenes Kind (erstes Kind) wurde mir auf Station „entführt“, dann kam die Meldung „Kind ist auf aintensiv, meldet sich dann jemand“. – und zwei Stunden später hat mir immer noch keiner gesagt, was mit meinem Kind ist …

  6. cassa Says:

    Ich kenne ja nur die normale Wöchnerinnenstation, da meine Kinder reif und fit zur Welt kamen. Aber da hat es mich schon genervt, wenn Hinz und Kunz zu Besuch kamen… Ich würde mir wünschen, dass nur die Eltern auf Wöchnerinnenstationen (oder Frühchenstationen) zugelassen sind. Großeltern, Tanten und Co. können doch wohl alle warten, bis die kleinen Frischlinge daheim sind… Die bringen nur Unruhe und Extrakeime rein, die niemand gebrauchen kann. Finde ich.

  7. Christine Says:

    Tja, meine Tochter war mal als 1,5 Jährige aufgrund eines Fieberkrampfes im KH.

    Weißt Du was ich nicht mochte ?

    – Der Kia war nicht in der Lage meiner Tochter einen Zugang zu legen, er hat 5 !!!! Anläufe gebraucht.

    O.K, der Arm war klein, aber dann hätte ich auch zum Veterinär gehen können..

    – Ich mochte überhaupt nicht, das jedes Mal , wenn das Kind gerade eingeschlafen war, jemand ins Zimmer donnerte und sie wieder weckte, um Fieber zu messen, oder sie sonstwie zu piesacken.

    Leider stellte sich dann heraus, das sie die richtige Grippe hatte, fortan kamen alle nur noch total verhüllt rein, was zu panikartigen Schreiattacken bei meiner Tochter geführt hat ( Besonders nachts, wenn sie von Flur beleuchtet waren , hatte das echt was vom Horrorfilm ;o))

    Sehr unschön war auch Oberschwester Hildegard, die einen immer wie total unfähig behandelt hat.

    Ich habe vier Kinder und durchaus schon die eine odere Kinderkrankheit bei meinen Kindern mitgemacht…

    Meine Tochter war bis zu Ihrem KH-Aufenthalt eine ganz wunderbare, problemlose Schläferin.

    Danach hat sie monatelang nachts panikartig geschrieen und beruhigte sich nur wenn sie sich an mich klammern konnte.

    Manchmal hätte ich mir von den Leuten dort ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen gewünscht.

    An Überarbeitung kann es auch nicht gelegen haben, die Hälfte der Zimmer war leer ;o)))

    Ansonsten könnte ich auch bei Tanteepa unterschreiben ,o))

    Gruß
    Christine

    dort auch als revoluzzermutter verschrien, da ich nicht jede Stunde das Thermometer in den Hintern meines Kindes rammen wollte, nur um dann festzustellen, dass sie kein Fieber hat

    • Sternenmond Says:

      Solche Beiträge ärgern mich ja immer ein bißchen… man kann ja auch mal aus der anderen Warte argumentieren 🙂

      – natürlich sind alle Kinderärzte geborene Meister im Zuganglegen. Sowas wird uns quasi in die Wiege gelegt. Dass man für eine handwerkliche Tätigkeit auch üben muss und dass es nicht immer auf Anhieb klappt – sowas ist was für Metzger, aber nicht für Kinderärzte. Wir sind schließlich Helden!

      – Fieber messen nach einem stattgehabten Fieberkrampf ist selbstverständlich völlig unnötig. Schließlich sind wir ja im Krankenhaus… wenn das Kind also wieder krampft, weil man´s ja nicht wecken will zum Fiebermessen und der rasche FIeberanstieg auf 40°C dann entsprechend unentdeckt bleibt, ist der nicht unterbrochene Mittagsschlaf ein sicherlich adäquater Preis dafür.

      – Und zu guter Letzt… wenn du mit deinem Töchterlein das nächste Mal aus einem anderen Grund wieder in der Klinik bist, dann verzichten wir selbstverständlich aus Rücksichtnahme auf die Gefühle der anderen Kinder komplett auf Verhüllung bei ansteckenden Krankheiten. Wenn dann aber deine Tochter durch die Keime auf der Kleidung von Pflegepersonal und Ärzten mit irgendwelchen Magen-Darm-Keimen oder der Schweinegrippe infiziert wird, dann sollte das ja schließlich genau in deinem Sinne sein, nicht wahr?

      Manchmal kann ich echt nur noch den Kopf schütteln *seufz*….

  8. tanteepa Says:

    Ok, versteh ich alles – irgendwie. Aber es gibt auch ein paar Dinge, die ich nicht mag:

    – Säuglingsschwestern, die die Eltern noch nicht mal begrüßen eher ignorieren oder sogar meiden wenn man auf Station kommt

    – Wenn man als „Neuzugang“ überhaupt nichts gezeigt bekommt, von anderen Eltern erfahren muss wo Windeln, Ersatzkleidung etc. sind und man dann noch angemeckert wird weil man das Fiebermessen und Windelwiegen vergessen hat.

    – Wenn man blöde Sprüche und lange Gesichter an den Kopf geworfen bekommt nur weil alle 2 Omas und Opas am selben Tag ihren Enkel sehen möchten.

    – Wenn es heißt das Kind wird morgens entlassen und man erst nachmittags raus ist nachdem man mehrmals die Entlassungspapiere angefordert hat und das Kind mehr oder weniger unter dem Versprechen eine Woche später nochmals für den Hörtest vorbeizuschauen entführt hat.

    – Wenn das Kind letztendlich ohne triftigen Grund auf der Neugeborenen-Intensiv gelandet ist.

    Läuft halt leider nicht immer auf beiden Seiten alles optimal. Die o.a. Dinge sind alle mir persönlich passiert, ich weiß aber auch durch monatelange Besuche meines Patenkindes in einem anderen Krankenhaus, dass es auch gaaaanz anders laufen kann 😉

    • neonatalie Says:

      punkt 1 und 2 gehn gar nicht. das is klar. sowas darf nicht vorkommen.

      punkt 3 liegt im ermessen der zuständigen schwester. wobei weder blöde sprüche noch lange gesichter angebracht sind. wenn man den eindruck hat, dass es zu viele besucher sind, kann man ganz normal mit den eltern sprechen und dieses erklären.

      punkt 4 ist für eltern (und für uns) wirklich sehr nervig, kann ich gut verstehn. kommt leider auch nicht selten vor, weil den ärzten in letzter minute einfällt welche untersuchungen sie doch noch gerne machen würden.

      punkt 5 – naja. ich würde sagen, lieber einmal zu viel auf die intensiv, als einmal zu wenig. für eltern eine belastung, ja. aber schlimmer wäre es doch, wenn es dem kind dann doch nicht so gut geht und mal notfallmäßig auf die intensiv laufen muss.

      du hast recht, es läuft nicht immer alles optimal. ist halt schade, wenn der start zwischen eltern und station nicht gut läuft.

      • irislein Says:

        nur 1 Kommentar zu punkt vier: oder weil der zuständige arzt vorher erst die kranken kinder versorgen möchte, bevor er ein gesundes entlässt, dass im zweifelsfall auch erstmal warten kann…

        gruß von der seite! 😉

        P.S.: – natürlich abhängig von der bettensituation – aber dann kann ein entlassungsgespräch auch mal n bisschen kurz ausfallen, weil das bett/der bettenplatz für ein krankeres kind gebraucht wird… was mir persönlich immer etwas gegen den strich geht, weil frischgebackene eltern doch oft noch en menge fragen haben.

  9. Silberaugen Says:

    Erinnert mich immer ein bisschen an die Zeit als ich im Kindergarten gearbeitet habe. Also. Falls es dich 1 klein wenig tröstet: Die Eltern werden nicht vernünftiger mit der Zeit.

    Alles Liebe,

    Silberaugen

  10. shortend Says:

    Bei euch hätte ich gerne entbunden… ich wurde immer geweckt mit der Ansage mein Kind hätte Hunger, und wenn ich auf Station war schlief meine Maus noch so tief, ich musste sie zum trinken wecken und hab sie danach nicht mehr beruhigt bekommen… Aber es war wohl nach Ansicht des dortigen Personals Fütterungszeit. Habe mich aber irgendwann durchgesetzt und auf Fläschchen umgestellt und darum gebeten mich zu holen, wenn die Maus auch wirklich wach ist und Hunger hat.

  11. Beccy Says:

    ahahaha das mit dem Schlafen erinnert mich an die Anfangszeit zu Hause mit Baby. Ist das Kind eeendlich nach stundenlangem Rumgetrage eingeschlafen, kann man davon ausgehen, dass entweder das Telefon klingelt, jemand dich ganz spontan besuchen möchte oder dass man irgendwas fallen lässt, das so richtig schön Krach macht.

    • Kathrin Says:

      das passiert hier auch immer. Bin aber nicht Mami, sondern „nur“ Au-Pair für einen jetzt (heute) einjährigen. Bin aber schon 7 Monate da, habe also schon viel mitbekommen.

      Grüße

  12. splanchikus Says:

    Ich sehe schon, es ist überall gleich. Ich liebe es auch, wenn Eltern erst mal die Decke anheben und schauen, ob noch alles am Kind dran ist und dann meinen, es hat sich aber doch gerade bewegt! (bitte sofort die transportabele Tischkante für mich) Und auch die andere Hitliste kann ich so sofort unterschreiben. Aber trotzdem mag ich die Elternarbeit;), man wächst ja schließlich mit seinen Aufgaben und die meisten sind ja wirklich sehr nett.
    Splanchikus

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